Skellig Michael

Mein bestes Foto 2011 – Update

Nils Fotografie 2 Comments

Am Ende jeden Jahres räume ich meine Fotosammlung auf. Es ist einfach schön, die Aufnahmen der letzten Monate noch einmal zu betrachten, noch einmal das Jahr Revue passieren zu lassen. In 2011 habe ich leider nur sehr wenige Fotos geschossen. Es fehlte schlicht die Zeit und die Muße einfach mal raus zu gehen und eine Motivsuche zu starten. Einer meiner Vorsätze für das nächste Jahr wird daher auch sein: mehr fotografieren. Dennoch sind mir in diesem Jahr einige Schnappschüsse gelungen. Aber daraus das beste Foto 2011 auszusuchen? Keine leichte Aufgabe, die Martin Wolf da stellt.

Ich habe mich für ein Motiv meines Irland-Urlaubs entschieden. Insbesondere, weil es eines ist, welches nicht jeder mit eigenen Augen zu sehen bekommt und ihr so alle etwas davon habt. Es ist auf Skellig Michael entstanden, eine kleine aber ziemlich steil aufragende Felseninsel, die wie ihre kleinere Schwester “Little Skellig” ca. 14 Kilometer vor der irischen Küste liegt. Die kleinen Boote, die die Insel für Touristen von Portmagee aus ansteuern fahren nur raus, wenn sicher ist, dass sich das Wetter hält. Und auch sonst können kaum mehr als 200 Personen pro Tag auf die Inseln, die zum Unesco Weltkulturerbe zählen. Alleine die Überfahrt ist ein Abenteuer, bei dem sich der hoffentlich seefeste Passagier in eine Dokumentation von National Geographic hineinversetzt fühlt.

Skellig Michael

Das Foto zeigt die Hütten und den kleinen Friedhof der Mönche, welche die Insel einst trotz – oder besser gerade wegen – ihrer Abgeschiedenheit und Kargheit besiedelten. Erstaunlich, wie die Menschen es vor über 1400 Jahren geschafft haben, sich dieses Stück Land zu eigen zu machen. Essbare Tiere, Pflanzen und Wasser gibt es nämlich auf der Insel nicht. Die Mönche sammelten das Regenwasser in selbstgebauten Brunnen und ernährten sich von mitgebrachten Tieren und den Vogelkolonien der Insel. Viel weiß man nicht über das Leben der Mönche dort. Man vermutet, dass sie kamen, weil die Skelligs zu dieser Zeit als der westlichste Punkt der Welt galten. Warum sie wieder gingen, weiß niemand.
Ich habe gerade dieses Foto ausgewählt, weil es für mich nicht nur die erstaunlichen Leistungen der Menschen in der damaligen Zeit zeigt, sondern gleichzeitig eben auch diese Abgeschiedenheit, Trauer und karge Schönheit wiedergibt, die einen befällt, sobald ein Fuß auf das Eiland gesetzt wird.

Update 23.01.12:
Martin hat am Samstag alle eingereichten Bilder in eine Galerie verpackt. Ich kann nur sagen: Wow! Da sind echt schöne Arbeiten dabei. Insgesamt wurden 222 Fotos eingereicht, viel Spaß beim Durchklicken! Hier geht es zur Galerie.

Comments 2

  1. czoczo

    Es ist ein wirklich Interessante Foto . Das Monochrobe bearbeitung wirkt Mistysch und passt wunderbar zu Motiv .
    Viele Grüsse und Guten Rutsch ins neues Jahr

  2. Pingback: Mein bestes Foto 2012 | nilsmerker.de

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