iPhoto Fotobuch: ein kurzes Review

Nils Fotografie, Review 9 Comments

Endlich ist es da, mein frisch bestelltes iPhoto Fotobuch. Und ich muss sagen, die Qualität ist beindruckend. In diesem Review soll vor allem eins geklärt werden: lohnt es sich ein iPhoto Fotobuch zu bestellen? Vor dieser Frage stand ich, als mein eigentlicher Favorit FujiFilm softwareseitig versagte. Aber eins nach dem anderen.

Ich wollte schon seit längerem ein Fotobuch erstellen. Bisher fehlte es allerdings an Gelegenheiten, dieses auch mit sinnvollen Fotos zu füllen. Natürlich gab es in der Vergangenheit genug Urlaube oder sonstige Aktivitäten, die ein Mindestmaß an Fotos bereitgestellt hätten. Ein Fotobuch soll in meinen Augen aber immer auch etwas besonderes darstellen, so dass man hier nicht wahllos alle Urlaubsschnappschüsse mit aufnimmt. Das würde auch ziemlich schnell den preislichen Rahmen sprengen. Von daher musste etwas besonderes her – eine Hochzeit. Und zwar meine eigene. Ich habe meine Frau natürlich nur geheiratet, damit ich nun mit den Fotos ein Fotobuch machen kann, ist doch klar.

Die Auswahl an Bildern war relativ schnell getroffen, bei insgesamt 6.000 Hochzeitsfotos ist “relativ” aber ein dehnbarer Begriff. Schwieriger war die Auswahl des geeigneten Fotobuch-Anbieters. Da gibt es neben den üblichen Verdächtigen, wie CEWE, Lidl, Pixum, Snapfish und Co. nämlich auch eine überschaubare Menge an Spezial-Anbietern. Einer davon ist beispielsweise Photographerbook, die eine interessante Auswahl an Buchdesigns haben. Wichtigstes Kriterium neben der Qualität und dem Preis war für mich die Kompatibilität mit Mac OSX. Ohne Apple-Software läuft bei mir gar nichts, schon alleine aus dem Grund, dass meine sämtlichen Fotos in iPhoto verwaltet werden. Eine vernünftige Schnittstelle dazu sollte die Software also bieten. Gleich ausschieden CEWE und Lidl. Lidl, weil es nur eine Windows-Version seiner Fotobuch-Software anbietet und CEWE, weil es zum Erstellungszeitpunkt keine mit Snow Leopard kompatible Software hatte. Pixum und Snapfish habe ich mir nicht näher angeschaut. Auch Photograperbook kam letztlich nicht in die engere Auswahl. Vielmehr tat sich ein weiteres wichtiges Kriterium auf: kann man mit der Fotobuch-Software auch doppelseitige Fotos drucken? Einige der genannten Anbieter erlauben dies. Letztlich bin ich bei meiner Recherche aber auf FujiDirekt gestoßen, die mir im Rahmen einer Aktion gleich auch noch einen Gutschein über 10 Euro für Erstbesteller boten.

Die Software von Fuji machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Es gibt sie übrigens für diverse Einzelhändler, so dass man sich seine Fotos oder Fotobücher auch gleich zu IhrPlatz oder ähnlich liefern lassen kann. So spart man Versandkosten. Für die Bestellung einiger einzelner Ausbelichtungen klappte dies auch problemlos. Sobald es aber an die Erstellung des eigentlichen Fotobuchs ging, tauchten Probleme auf. Die Software stürzte eigentlich ständig ab. Schon eingefügte Fotos und Texte waren damit natürlich teilweise futsch. Irgendwann war ich nur noch genervt.

Als letzte Option blieb mir der Test von Apples eigener Software-Lösung iPhoto. Darüber hatte ich bisher nur Foto-Kalender bestellt. Für Fotobücher waren sie mir bisher zu teuer. Aber was solls, es sollte ja schließlich ein Hochzeitsfotobuch werden. Gleich auf Anhieb gefiel mir aber, Apple-typisch, die Usability und die Möglichkeiten, die iPhoto hier bietet. Neben der Auswahl an einigen schönen Themes kann man nämlich auch die einzelnen Seiten sehr individuell gestalten, bis hin zum doppelseitigen Druck oder der Möglichkeit, eigene Hintergrund-Fotos einzufügen. Das alles passt nahtlos mit den sonstigen Funktionen von iPhoto zusammen. Keine halbe Stunde und ich hatte ein vollwertiges Fotobuch mit 24 Seiten gestaltet. Apple erlaubt es, recht einfach weitere Seiten hinzuzufügen, wem die vorgegebene Seitenzahl nicht ausreicht.

Nun kommt aber der Clou. iPhoto exportiert das fertige Fotobuch ganz einfach als pdf. Das ist nicht nur nützlich, um sich alle Designs, Auflösungen und Farben nochmals genau anschauen zu können, es spart vor allem Dateigröße und somit Upload-Zeit. Ein Problem, was bei größeren Fotos schon einmal vorkommen kann. iPhoto rendert alle Bilder auf 600 dpi herunter, völlig ausreichend für den Druck. Das fertige pdf hatte daher nur knapp 30 MB.

Aus meinen Erfahrungen mit den Foto-Kalendern bei iPhoto wusste ich, dass es besser ist, die eingefügten Bilder um 1-2 Blendenstufen aufzuhellen. Dies hatte ich direkt beim Buch-Erstellen vorgenommen. Dies war wichtig, da die Bilder, vorrangig mit einer Canon EOS 400D geschossen, sonst definitiv zu dunkel wären. Das hört man übrigens auch von anderen Fotobuch-Anbietern.

Negativ zu bemerken wäre, dass der Warenkorb bei Apple jedesmal neu Versandkosten aufschlägt, wenn man eine weitere Kopie des Fotobuchs in den Warenkorb legt. Für zwei Fotobücher bezahlt man also schon happige 16 Euro, für drei Bücher sogar 24 Euro. Ich habe nur ein Buch bestellt und knapp 44 Euro bezahlt. Das Ergebnis nun nach nur 4 Tagen Lieferzeit in den Händen haltend, ist dies ein angemessener Preis.

Das Fotobuch kommt in einer hochwertigen Verpackung, versehen mit dem Apple-Logo, so dass man denken könnte, es handelt sich um ein sehr flaches MacBook. Um das Fotobuch ist eine Schutzhülle mit dem gleichen Aufdruck wie auf dem Buch selber. Die Innenseiten des Schutzumschlages lassen sich ebenso noch bedrucken. Der Vorsatz macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Seiten sind ordentlich gebunden und nicht etwa geklebt. Die Fotos sind gedruckt, es handelt sich also nicht um eine Ausbelichtung auf Fotopapier. Dennoch sind die Farben klar und die Fotos hinreichend scharf.

Alles in Allem kann ich das iPhoto Fotobuch nur jedem empfehlen. Ich werde demnächst wieder darauf zurückgreifen, diesmal für eine Auswahl an Flitterwochen-Fotos.

Comments 9

  1. staucy

    wieviele bilder haben sie ca. in dem buch untergebracht und gibt es eine begrenzung bei der anzahl der bilder?

    lg und danke

    1. Post
      Author
      Nils

      Soweit ich weiß gibt es nur eine Begrenzung der Seiten (40 glaube ich). Die Anzahl der Bilder ist durch das gewählte Theme begrenzt. Wie das in iLife 11 ist werde ich aber demnächst ausprobieren.

  2. Umo

    hallo, ich finde das handling auch sehr einfach, allerdings bekomme ich immer eine unspezifische Fehlermeldung, wenn ich das Buch abschicken will. Hat jemand auch schon diese Erfahrung gemacht und weiß Hilfe?

  3. eri

    @ Nils, ich hatte erst kürzlich ein Buch erstellt mit 82
    Seiten und fast 150 Fotos mit zusätzlichen etlichen
    Hintergrundfotos (alles wunderschön geworden) – will damit nur
    sagen, dass es keine Seitenbegrenzung gibt; jedenfalls nicht auf
    40….. @ umo Zur Fehlermeldung: hatte ich kurzfristig. Kann evtl
    daran liegen, dass du eine Hintergrundseite angeklickt aber nicht
    gefüllt hast? War bei mir so, kann aber auch an etwas anderem
    liegen. gruß eri.

    1. Post
      Author
  4. Marielou

    ich finde es immer wieder genial, wie schön Apple seine Produkte verpackt.Ist klar das man dafür natürlich etwas mehr bezahlen muss. Mir hat allerdings auch schon die günstige Alternative gereicht, wenn im Endeffekt schaut man es sich ein oder zweimal an, und anschließend verschwindet es erst einmal für ein Jahr im Schrank.

  5. Andrea

    Habe schon mehrere iPhotobücher hergestellt und bin sehr zufrieden. Was ich noch nicht geschafft habe, ist, ein Foto als Hintergrundbild festzulegen und auf die selbe Seite mehrere kleine Fotos zu plazieren. Wer weiss, wie das geht?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *