Facebook Timeline sicher machen

Nils how-to, Marketing, social media Leave a Comment

Auf der F8-Konferenz am 22. September 2011 hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eine neue Profil-Ansicht, die so genannte Facebook Timeline vorgestellt. Noch ist diese nicht für alle Nutzer aktiviert, sie wird in den nächsten Wochen nach und nach ausgerollt. Facebook-Entwickler können sie aber schon heute aktivieren. Auf den ersten Blick fällt bei dieser das deutlich größere Header-Foto auf. Auf den zweiten Blick die geänderte Darstellung der eigenen Beiträge. Letztere werden dort chronologisch sortiert, von Geburt an (bzw. besser seit dem Beitritt bei Facebook) bis zum heutigen Tag. Nutzer können so ihr gesamtes Facebook-Leben nachvollziehen. An sich eine sinnvolle, gut umgesetzte und spannende Geschichte. Auf den dritten Blick offenbart sich aber eine weitere Änderung, die Facebook mit der Einführung der Timeline vorgenommen hat, welche für die Nutzer durchaus problematisch werden kann.

Facebook Timeline Profil Nils Merker

Facebook verwaltet Sicherheitseinstellungen ab sofort auf Beitragsebene

Bisher war es so, dass man bei Facebook in den Sicherheitseinstellungen des eigenen Accounts angeben konnte, dass das gesamte eigene Profil für die Öffentlichkeit sichtbar ist oder eben nur für Freunde (und deren Freunde). Mit der Einführung von Facebook Timeline ist das eigene Profil und alle darauf befindlichen Beiträge zunächst einmal für jedermann sichtbar. Die Privatsphäre-Einstellung wurde so angepasst, dass einzelne dort erscheinende Beiträge nun individuell beispielsweise nur Freunden, Netzwerken oder auch einzelnen Personen angezeigt werden. Dies kann man pro Beitrag einzeln einstellen indem man auf das kleine Icon im Kopf des Beitrages klickt. Macht man das nicht, wird jeder dort befindliche Beitrag für jedermann öffentlich sichtbar bleiben. Ob der zukünftige Chef unbedingt die Fotos von der letzten hemmungslosen Party sehen soll, muss und kann nun also jeder selbst entscheiden.

Einstellung lässt sich für alte Beiträge global anwenden

Da das einzelne Bearbeiten aller jemals verfassten Beiträge, Likes, Event-Einladungen und so weiter ziemlich mühselig ist, erlaubt Facebook in den Privatsphäre-Einstellungen (erreichbar oben rechts über den kleinen Pfeil) glücklicherweise eine globale Regel, die alle alten Beiträge auf privat stellt (“Beschränke das Publikum für ältere Beiträge”). Freunde können diese weiterhin sehen, nur vor der Öffentlichkeit bleiben sie verborgen. Wenn man also auf Nummer sicher gehen möchte, aktiviert man diese Einstellung.

Beim Posten und Liken aufpassen

Damit nicht zufällig etwas öffentlich auf der Timeline landet, was nicht jeder sehen soll, muss man nun noch mehr als bisher aufpassen, dass man schon beim Posten, bei Event-Einladungen, die man annimmt, Checkins, Games und so weiter direkt angibt, dass es eben privat bleiben soll. Dies kann man in der Regel direkt am Eingabefenster eines Beitrages tun. Likes erscheinen glücklicherweise immer privat, es sei denn man gibt ihnen einen öffentlichen Kommentar mit.

Ebenso aufpassen muss man, das nicht Freunde irgendetwas auf die eigene Timeline schreiben, was dort nicht hin soll. Auch dafür gibt es in den Privatsphäre-Einstellungen mehrere Menüpunkte. So kann man unter “Funktionsweise von Verbindungen” zunächst einmal einstellen, dass nur Freunde auf die Chronik posten dürfen bzw. dass auch nur Freunde und maximal deren Freunde solche Beiträge dann sehen können. Ebenso lässt sich unter “Funktionsweise von Markierungen” einstellen, ob die Facebook-internen TAG-Funktionen, also die Markierungen durch Namen, Foto-TAGs oder sonstige Verknüpfungen mit dem eigenen Profil, vorher von dir abgesegnet werden müssen, bevor sie auf der eigenen Timeline erscheinen.

Timeline durchforsten um Profil fokussierter zu machen

Da heutzutage viele Recruiter auch auf die Aktivitäten in sozialen Netzwerken schauen, sollte man versuchen, gerade diesen bei einer potentiellen Bewerbung nicht die peinlichen Party-Fotos zu zeigen. Es kann aber andersherum auch durchaus hilfreich sein, einzelne Posts öffentlich auf der Timeline stehen zu lassen. Insbesondere dann, wenn sie ein positives Bild zum Charakter, Tätigkeiten oder sonstigen Aktivitäten abbilden. Sie können so helfen, den Kandidaten für den Recruiter positiver wirken zu lassen.

Die neue Facebook Timeline ist also eine Sache, bei der man aufpassen muss. Richtig eingestellt macht sie aber Spaß und kann sogar dazu führen, dass externe Betrachter ein positives Bild vom User erhalten.

Weitere Informationen zur neuen Facebook-Timeline finden sich auch hier bei t3n.de:
Facebook Timeline: Alles was du über das neue Profil wissen musst

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